Qualifizierung

Man kann einen Menschen nichts lehren,
sondern ihm helfen;
es in sich selbst zu entdecken.

                                                          Galileo Galilei

 

In unseren Schulungen wollen wir voneinander lernen, unsere Erfahrungen teilen und uns gegenseitig darin unterstützen offen für andere Sichtweisen zu werden.

F!t4k!ds

F!t4k!ds ist ein Kurs zu Fragen, die Eltern aus verschiedenen Herkunftsländern im Familienalltag begegnen. Die Teilnehmenden können auf eine spannende Entdeckungstour gehen. Diese hält neben dem Austausch mit anderen Eltern, Infos, Spielideen und zahlreichepraktische Anregungen rund um den Familienalltag bereit.

 

MODUL 1 – Sprache als Schlüssel zur Welt

Eine gemeinsame Sprache zu sprechen ermöglicht Kinder und Erwachsenen gleichermaßen sich mit anderen Menschen zu verständigen, Beziehungen einzugehen, Beobachtungen zu teilen, Dinge zu beschreiben und zu erklären, Bedürfnisse zu äußern, Missverständnisse zu klären, zu streiten und zu loben. Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation, sondern auch ein Werkzeug, um das eigene Leben aktiv zu gestalten. Mithilfe der Sprache wird Wissen erworben und vermittelt.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit dem Spracherwerb, der Mehrsprachigkeit und lernen Spiele und Methoden kennen, wie das Erlernen von Sprache einfach geht und Spaß macht.

 

MODUL 2 – „Wundermittel“ (Vor-)Lesen

Vorlesen und Erzählen sind wichtig. Sie helfen dabei Kinder früh die Freude an Sprache und Lesen zu vermitteln. Das Lesen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um den Alltag gut zu meistern. Wer gut lesen kann, dem fällt das Lernen leichter und ist den Anforderungen des Lebens besser gewachsen.
In diesem Modul tauschen wir uns über unsere Erfahrungen aus, erhalten Tipps, wie das Lesenlernen unterstützt werden kann und erleben die Stadtbücherei mit ihrem vielfältigen Angebot.

 

MODUL 3 spielend lernen – ganz ohne Altersbegrenzung

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und für die kindliche Entwicklung so wichtig wie Schlafen, Essen und Trinken. Und das gilt für jedes Kind gleichermaßen, unabhängig von Kultur und Herkunft und davon, ob es eine Behinderung hat oder nicht. Im Spiel sammeln Kinder (und Erwachsene) grundlegende Erfahrungen, erleben Gefühle wie Stolz, Enttäuschung, Freude und Wut. Spielen ist der natürliche Weg eines jeden Kindes, sich mit der Welt vertraut zu machen, sie zu begreifen und auf sie einzuwirken. Spielen ist der kindliche Zugang zur Welt.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit dem Spiel in unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Altersstufen, erfahren wie wir den Spieldrang der Kinder unterstützen können, tauschen Spielideen aus und spielen natürlich auch selbst.

 

MODUL 4 – gesund aufwachsen

Gesund sein, ist mehr als nicht krank sein. Durch unser Verhalten im Alltag können wir viel zu unserer Gesundheit beitragen. Bereits in der frühen Kindheit werden wichtige Weichen für eine gesunde Lebensweise gestellt, die für das weitere Jugend- und Erwachsenenalter prägend sind. Eltern üben dabei einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung und Gesundheit ihrer Kinder aus.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit den Grundbedürfnissen nach Nahrung, Pflege und Kleidung, aber auch nach Wohlbefinden, Schlaf, Spiel und Bewegung. Außerdem beschäftigen wir uns mit Vorsorge- und Präventionsangeboten.

 

MODUL 5 – Erziehung ist (k)ein Kinderspiel

Erziehung ist so vielfältig, wie Kinder und Eltern unterschiedlich sind. Eltern können die Entwicklung ihres Kindes nicht beschleunigen. Aber sie können es unterstützen und ihm beim „Großwerden“ helfen.
In diesem Modul tauschen wir uns über unsere Erfahrungen und Erziehungsziele aus, erhalten einen Einblick in das Elterntrainingsprogramm „Triple P“ und überlegen gemeinsam, wie Erziehung mit und in unserer digitalen Welt gelingen kann.

 

MODUL 6 – Bildungssystem in Deutschland

Bildung ist mehr als das Wissen, das man sich aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der nie aufhört und auf unterschiedliche Art und Weise passieren kann: durch soziales Miteinander, durch Neugier und Interesse, durch Medien und Einrichtungen.

Das „Bildungssystem in Deutschland“ unterscheidet sich von dem in anderen Ländern und ist darüber hinaus in den unterschiedlichen Bundesländern verschieden.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen des deutschen und im Besonderen des Hessischen Bildungssystems. Darüberhinaus werfen wir einen Blick auf die Besonderheiten in Dreieich. 

F!t4future

F!t4future klärt Fragen, die Eltern aus verschiedenen Herkunftsländern im Lern- und Schulalltag begegnen. Die Teilnehmenden erfahren auf einer spannenden Entdeckungstour viele Details, um das Bildungssystem besser zu verstehen. Auch der Austausch mit anderen Eltern kommt nicht zu kurz. Infos, Tipps und zahlreichepraktische Anregungen rund um den Bildungs- und Schulalltag bereichern den Kurs F!t4future.

 

MODUL 1 – Lebenslanges Lernen - das Bildungssystem in Hessen

Bildung ist mehr als das Wissen, das man sich aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der nie aufhört und auf unterschiedliche Art und Weise passieren kann: durch soziales Miteinander, durch Neugier und Interesse, durch Medien und Einrichtungen.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen des deutschen und im Besonderen des Hessischen Bildungssystems von der Krippe bis zur Schule für Erwachsene und besuchen das Haus des lebenslangen Lernens mit der Bildungsberatung und der Volkshochschule.

 

MODUL 2 – Lernen in der Schule früher und heute

Das Bildungssystem ist immer auch ein Spiegelbild der Gesellschaft und der aktuell vorherrschenden politischen und pädagogischen Überzeugungen. 


In diesem Modul blicken wir auf die eigene Schulzeit zurück, werfen einen Blick auf die Schulzeit unserer Kinder, Eltern und Großeltern, betrachten den Schulalltag früher und heute in verschiedenen Ländern, tauschen unsere Erfahrungen aus, diskutieren über die Chancen und Herausforderungen und lernen eine "besondere Schule" genauer kennen.

 

MODUL 3 Lernen in der Grundschule

In der Grundschule werden primär die drei Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt. Darüber hinaus machen die Kinder aber auch wichtige soziale Erfahrungen, lernen verschiedene Lerntechniken und -strategien kennen und üben praktische Fähigkeiten, die bei der Alltagsbewältigung helfen.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan, dem Kerncurriculum, dem Stundenplan, hospitieren in der Grundschule und bekommen die Gelegenheit mit einer Lehrerin/einem Lehrer über aktuelle Lehr- und Lernmethoden zu diskutieren. .

 

MODUL 4 – Elterliche Mitwirkung in der Schule

Die wichtigsten Gremien, in denen Eltern an der Schule mitwirken, sind der Klassenelternbeirat, der Schulelternbeirat und die Schulkonferenz. Eltern und Schule sind Erziehungspartner. Wenn beide gemeinsam an einem Strang ziehen, kann ein optimales Lernumfeld für die Kinder geschaffen werden. Erfolgreiche Zusammenarbeit von Schule und Eltern wirkt sich positiv auf den Lernerfolg der Kinder aus und fördert deren Persönlichkeitsentwicklung. Gesetzlich geregelt ist die Elternmitwirkung im Schulgesetz des Landes Hessen.n

In diesem Modul wird ein erster Eindruck davon vermittelt, wie viele Möglichkeiten es für Eltern gibt, Schule entscheidend mitzugestalten. Darüberhinaus planen wir eine Eltern-Aktion an der Grundschule und führen diese durch.

 

MODUL 5 – Kinder und Jugendliche beim Lernen begleiten und unterstützen

Das Lernen ist nicht auf den Unterricht begrenzt. Kinder lernen immer und überall. Diese Lernprozesse können auch außerschulisch begleitet und unterstützt werden - nicht nur von den Eltern.
In diesem Modul verschaffen wir uns einen Überblick über bestehende Angebote, wie die Schulbetreuung,  Leseomas/-opas, 1&1 Paten, Hausaufgabenhilfe, Nachmittagsangebote des Fördervereins, usw. aber auch diverse Unterstützungsmöglichkeiten, wie Kinder begleitet und unterstützt werden können.

 

MODUL 6 – außerschulische Bildungsorte

Lernorte sind überall dort, wo Menschen ihre Kompetenzen erweitern. Das ist also immer und überall!
Die Familie ist der erste Bildungsort, den Kinder erleben. Hier lernen sie essen, laufen, sprechen, Gefühle zu äußern, miteinander in Kontakt zu treten,….
Eltern prägen das Lernverhalten ihrer Kinder, unterstützen Neugier und fördern Motivation. Es ist wichtig, dass Kinder eigene Erfahrungen machen können und dürfen!

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit außerschulischen Bildungsorten, überlegen wie wir Kinder dabei unterstützen können, wichtige Lernerfahrungen neben der Schule machen zu können und besuchen gemeinsam einen "außerschulischen Bildungsort".

 

 

F!t2guide

F!t2guide bereitet die Teilnehmenden auf die Lotsentätigkeit vor. Die Teilnehmenden beschäftigen sich in diesem Kurs sowohl mit rechtlichen Voraussetzungen, als auch mit Haltungsfragen. Sie tauschen sich mit anderen Eltern aus, erhalten Infos, und zahlreichepraktische Anregungen rund um die Lotsentätigkeit.

 

MODUL 1 – "Das bin ja ich" - Erinnerungen an den bisherigen Lebensweg

In Erinnerungen eintauchen und erlebte Erfahrungen ausdrücken, das ist Biografiearbeit. Sie begleitet und unterstützt jede/n Einzelne/n bei der Suche oder Festigung der eigenen Identität und dabei das Hier und Jetzt über den Rückblick auf das bisherige einordnen zu können. Vielleicht relativiert sich manches oder es tauchen Aspekte in einem anderen Blickwinkel auf, die nun neu erzählt werden. Sich mit der eigenen Herkunftsbiografie auseinanderzusetzen hilft bei der Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Es hilft die eigene Haltungen und Werte wahzunehmen und stärkt die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

In diesem Modul geht es darum, die eigenen Lebenserfahrungen zu reflektieren und sie mit anderen zu teilen. Was war/ist hilfreich beim Ankommen? Was wünsche ich mir? Was war/ist hinderlich beim Ankommen? Was ist meine Befürchtung?

 

MODUL 2 – Ehrenamt

Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird, es ist Arbeit, die unbezahlbar ist. Elternlots*innen sind ehrenamtlich aktiv. Sie engagieren sich freiwillig und orientieren sich am Gemeinwohl. Die Gründe für ehrenamtliches Engagement sind vielfältig. Besonders wichtig dabei ist, dass die Tätigkeit auch den Ehrenamtlichen selbst Freude bereitet. Deshalb unterstützt das Elternlotsen-Projekt dabei, die eigenen Interessen und Stärken zu nutzen und das Angebot danach auszurichten.

In diesem Modul tauschen wir uns über die Erwartungen und die Motivation des bevorstehenden Ehrenamts aus, beschäftigen uns mit den Rechten und Pflichten im Ehrenamt.und arbeiten die individuellen Interessen und Stärken heraus.

 

MODUL 3 – Kontaktaufnahme und Gespräche führen

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. In kürzester Zeit entscheiden wir über Akzeptanz oder Ablehnung, über Sympathie oder Antipathie. Und dabei bleibt es meistens.

Die Kontaktaufnahme kann darüber entscheiden, wie das weitere Miteinander verläuft. Gerade deshalb ist es manchmal schwierig die "richtigen Worte" zu finden um das "Eis zu brechen". Es gibt kein Patentrezept aber Herangehensweisen die einfühlsam, vertrauensbildend und motivierend sind.  Sie unterstützen und ermutigen das Gegenüber, die Anliegen und Fragen, die Sorgen und Nöte auszusprechen.

In diesem Modul stehen Gesprächsführungsmethoden im Mittelpunkt, tauschen sich die Teilnehmenden darüber aus, wie ein offenes und freundliches Gesprächsklima erreicht werden kann und bekommen Sicherheit durch das exemplarische Einüben von verschiedenen Situationen in Rollenspielen.

 

MODUL 4 – Vielfalt - unsere Stärke

Alle Menschen sind verschieden und haben ein Recht, unterschiedlich zu sein. In Deutschland gibt man sich zur Begrüßung die Hand, in Japan verbeugt man sich respektvoll voreinander, und in Italien umarmen sich die Menschen gerne – vor allem, wenn sie sich besser kennen. Das Begrüßungsritual ist nur ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich Kommunikation ablaufen kann und sich kulturelle Gewohnheiten unterscheiden können.Um gut und erfolgreich mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zu agieren sind interkulturellen Kompetenzen wie Offenheit, Toleranz, Unvoreingenommenheit, Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, positives Denken. die Fähigkeit, mit unklaren Situationen umzugehen.Frustrationstoleranz.Fähigkeit zur Selbstkritik. Lernbereitschaft und -fähigkeit, Veränderungsbereitschaft. Empathie,... notwendig.

In diesem Modul beschäftigen wir uns mit der Frage, was Kultur überhaupt ist, wie andere Kulturen „ticken“, machen uns unserer Kompetenzen bewusst, erweitern diese und füllen unseren interkulturellen Medienkoffer, um gut auf die interkulturelle Lotsentätigkeit vorbereitet zu sein.

 

MODUL 5 – Möglichkeiten und Grenzen individueller Familienbegleitung

Neu Zugewanderte, aber auch Menschen die schon länger in Deutschland leben im Alltag zu begleiten, ist eine der Unterstützungsmöglichkeiten, die die Elternlotsen bieten. Darunter fallen gemeinsame Behördengänge oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen genauso wie Arztbesuche oder Begleitung zu Elternabenden, bzw. Entwicklungsgesprächen. Die Elternlotsen leisten dabei Hilfe zur Selbsthilfe. Sie bemühen sich darum, den Ratsuchenden die Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die nötig sind, um ihre Angelegenheiten ohne fremde Hilfe zu regeln. 
In diesem Modul erarbeiten wir gemeinsam die Möglichkeiten und Grenzen der ehrenamtlichen Lotsentätigkeit, beschäftigen uns mit der Frage, wie ein effektive, kulturspezifische und zeitlich begrenzte Alltagsbegleitung gelingen kann und klären Rahmenbedingungen wie Vertraulichkeit, Zuverlässigkeit, Art, Umfang und Grenzen des Kontaktes.

 

MODUL 6 – Möglichkeiten des Einsatzes

Ein Ehrenamt übernimmt man, um andere ganz freiwillig zu unterstützen und sich selbst und seine Mitmenschen voranzubringen. Es soll und muss deshalb auch Spaß machen! Für die ehrenamtlich Aktiven bei den Elternlotsen Dreieich ist eines der zentralen Elemente, dass sich alle Beteiligten im Stadtteil heimisch fühlen sollen. Durch verschiedene Angebote von der Alltagsbegleitung über Hilfsangebote, um die Sprache zu lernen und den Zugang zu Bildungsangeboten zu erleichtern, bis hin zu Informationsveranstaltungen, Sprechstunden, Kurse, Workshops und Cafés und offenen Treffs fördern die Dreieicher Elternlotsen die Integration und das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen

In diesem Modul machen wir uns unserer individuellen Stärken und Ressourcen bewusst, werfen einen Blick auf die bereits bestehende Angebotspallette der Elternlotsen Dreieich und entwickeln kreative Ideen, wie diese ergänzt werden könnte.

 

Durch die Qualifizierung der Eltern zu Multiplikator*innen werden diese in die Lage versetzt, Vermittler- und Lotsenfunktionen gegenüber neuen Familien, vorrangig mit Migrationshintergrund, zu übernehmen.