Treffpunkt Miteinander

ALLE RELIGIONEN BEDÜRFEN EINANDER,

NICHT NUR IN IHREN GEMEINSAMKEITEN,

SONDERN GERADE AUCH IN IHREN UNTERSCHIEDEN, DURCH DIE SIE EINANDER ERGÄNZEN. 

WIR SOLLEN IN DER EIGENEN RELIGION DAHEIM UND IN DER ANDEREN GÄSTE SEIN, 

GÄSTE, NICHT FREMDE.

Paul Schwarzenau

 

 

 

Im „Treffpunkt Miteinander“ wollen uns verschiedenen Themen mit dem Blick aus verschiedenen Religionen nähern und so mehr übereinander erfahren , voneinander lernen, einander besser verstehen und schätzen lernen.

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Fröhlicher Gesang der Kinder aus dem Kindergarten in der Hegelstraße eröffnete den Erntedank-Gottesdienst am Sonntag, den 25.09.2016 in der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Buchschlag Sprendlingen.

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Der Gottesdienst für Klein und Groß stand ganz im Zeichen des Dankes. Pfarrerin Ingeborg Verwiebe entdeckte gemeinsam mit den Kindern und den Erwachsenen die vielen Geschenke, die wir immer wieder von Gott bekommen. Nicht nur die Äpfel an den Bäumen auch die Menschen und vor allem auch die Kinder sind ein Geschenk Gottes!

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Im Anschluss an den Gottesdienst wurde dann gemeinsam bei herrlichem Sonnenschein das Erntedankfest gefeiert. Das Erntedankfest gehört zu den ältesten Festen, das die Menschen feiern. Traditionell wird mit dieser Feier Gott am Ende der Erntezeit dafür gedankt, dass er die Früchte, das Gemüse und das Getreide wachsen und reifen ließ. In unserer Zeit erinnert uns das Fest auch daran, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir so viel Nahrung auf unseren Tellern haben.

Auf der ganzen Welt danken Menschen auf ganz unterschiedliche und vielfältige Art und Weise für ihre Ernten. Verschiedene Religionen, verschiedene Länder, verschiedene Traditionen. Die Elternlotsinnen wussten einiges darüber zu berichten.

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und die Besucher des Erntedankfestes laushten gespannt den Ausführungen.

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Nach einem Tischgebet in verschiedenen Sprachen, gab es "Erntespeisen" aus verschiedenen Ländern. Der Elternbeirat des Kindergartens hatte eine köstliche Gemüsesuppe vorbereitet, die marokkanischen Frauen offerierten Couscous, aus der Türkei stand Ashurasuppe auf dem Tisch und auch amerikanischer Kürbiskuchen (den Mitglieder des Kirchenvorstands und Elternlotsinnen gebacken hatten) durfte nicht fehlen.

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Da war für jeden Geschmack das Richtige dabei und so konnte das Essen genossen werden,

 

während die Kinder sich schon auf den Weg zur herbstlichen Spielstraße machten.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: 

ernten - danken - feiern

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Pressemitteilung StadtPost am 06.10.2016

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"Menschen auf der Flucht" - unter diesem Motto hat das Forum der Religionsgemeinschaften im Rahmen der interkulturellen Wochen zum Friedensgebet eingeladen.

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Die eritreisch-orthodoxe Gemeinde, die neusapostolische Kirche, die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde, die türkisch-islamische Gemeinde Dreieich, die katholische St. Laurentius-Gemeinde, die Ev. Versöhnungsgemeinde Buchschlag-Sprendlingen, die Evangelisch-methodistische Gemeinde, die Thailändischen Budhisten, sowie die Budhisten des Won-Tempel s setzten in ihrer jeweiligen religiösen Tradition ein Zeichen und beteten gemeinsam für den Frieden.

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Im Anschluss folgten viele der Einladung zu bleiben, um miteinander ins Gespräch zukommen, sich am Buffet der Elternlotsen zu stärken oder einen echten eritreischen Kaffee zu trinken!

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Das Wort „Aschura“ kommt aus dem Arabischen und bedeutet „der zehnte Tag“.  Es ist der zehnte Tag des ersten Monats (Muharram) im islamischen Kalender. Dieser Tag ist für Muslime ein wichtiger Tag: Aschura.

Laut Überlieferung wurde Noah an diesem Tag von der Sintflut gerettet.

Die Noah- Geschichte ist in vielen Religionen von Bedeutung. So wurde mit ihr der Startpunkt des „Treffpunkt Miteinander“ gesetzt und gemeinsam ein Aschura-Noah-Fest gefeiert.

Die Noah-Geschichte und die entstandenen Bräuche wurden aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Und natürlich gab es  Aschura-Kekse und Aschura-Suppe. Das Interessante an den Aschura-Gerichten ist, dass viele verschiedene Zutaten, wie Bohnen, Sultaninen,Walnüsse, Feigen, Weizen, Orangen, Granatapfelkerne, Kichererbse, Datteln und Pfirsiche vermengt werden. Der Überlieferung nach, waren dies die Reste, die nach der Flut noch auf der Arche zu finden waren und zu einem Festmahl zubereitet wurden. Auch wenn sich diese Kombination fremd anhört, so überzeugt doch der Geschmack, in der der Eigengeschmack der einzelnen Zutaten trotz der harmonischen Vielfalt zu schmecken ist.

Die Aschura-Suppe kann das Symbol für unsere gemeinsame Zukunft, wie wir sie uns wünschen, sein:

Viele verschiedene Kulturen, Religionen und Denkweisen, die sehr unterschiedlich sein können, aber trotzdem gemeinsam eine Harmonie bilden.